Terpene
Die aromatischen Verbindungen, die Geschmack, Geruch und Wirkung von Cannabis mitbestimmen.
Terpene sind aromatische Verbindungen, die in vielen Pflanzen vorkommen — nicht nur in Cannabis. Sie sind verantwortlich für den charakteristischen Geruch und Geschmack jeder Cannabissorte und beeinflussen die Wirkung maßgeblich mit. Wer Cannabis bewusst konsumiert, kommt an Terpenen nicht vorbei.
Die Cannabispflanze produziert über 200 verschiedene Terpene, von denen etwa 20–30 in relevanten Konzentrationen vorkommen. Die wichtigsten sind Myrcen (erdig, beruhigend), Limonen (zitrusartig, stimmungsaufhellend), Caryophyllen (pfeffrig, entzündungshemmend), Pinene (kiefernartig, konzentrationsfördernd) und Linalool (blumig, entspannend).
Der sogenannte Entourage-Effekt beschreibt das Zusammenspiel von Terpenen mit Cannabinoiden wie THC und CBD. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Terpene die Wirkung von Cannabinoiden verstärken, abschwächen oder modulieren können. Eine Sorte mit viel Myrcen wirkt typischerweise sedierender, während eine Sorte mit viel Limonen eher aufmunternd wirkt — selbst bei ähnlichem THC-Gehalt.
In unserer Sortendatenbank findest du das vollständige Terpenprofil jeder Sorte. So kannst du gezielt Sorten auswählen, deren Wirkungsprofil zu deinen Erwartungen passt — nicht nur nach THC-Gehalt, sondern nach dem gesamten chemischen Profil.
Alle Artikel — Terpene
Was sind Terpene? Definition, Chemie und Wirkung
Terpene sind die aromatischen Verbindungen der Cannabispflanze. Dieser Artikel erklärt ihre chemische Grundlage, Rolle in der Natur, den Entourage-Effekt und warum das Terpenprofil wichtiger ist als Indica oder Sativa.
Myrcen – Das häufigste Cannabis-Terpen im Detail
Myrcen ist das dominierende Terpen in den meisten Cannabissorten. Dieser Artikel beleuchtet seine Chemie, sein erdiges Aromaprofil, die sedierenden und muskelentspannenden Wirkungen, den berühmten Mango-Mythos und seinen Entourage-Effekt.
Limonen – Das Zitrus-Terpen mit stimmungsaufhellender Wirkung
Limonen verleiht Cannabis sein frisches Zitrusaroma und gilt als stimmungsaufhellendes, antibakterielles und möglicherweise krebshemmendes Terpen. Dieser Artikel beleuchtet Chemie, Wirkung, Stereoisomere und bekannte Sorten.
Caryophyllen – Das einzige Terpen das an CB2-Rezeptoren bindet
Beta-Caryophyllen ist einzigartig unter allen Terpenen: Es bindet direkt an CB2-Cannabinoid-Rezeptoren. Dieser Artikel erklärt seine Sesquiterpen-Chemie, das pfeffrig-würzige Aroma, seine entzündungshemmende NF-κB-Hemmung, Wirkung auf Angst und Depression sowie seine Rolle bei Schmerzen und als Gastroprotektivum.
Linalool: Das Lavendel-Terpen in Cannabis
Linalool ist das charakteristische Terpen des Lavendels und kommt auch in vielen Cannabissorten vor. Dieser Artikel beleuchtet sein Aroma, seine anxiolytische und schmerzlindernde Wirkung, antikonvulsive Eigenschaften, den Entourage-Effekt und Sorten mit hohem Linalool-Gehalt.
Terpinolen und Humulen: Zwei unterschätzte Cannabis-Terpene
Terpinolen und Humulen sind zwei weniger bekannte, aber therapeutisch bedeutsame Cannabis-Terpene. Dieser Artikel beleuchtet ihre Aromen, Wirkungen, sedierende und entzündungshemmende Eigenschaften, ihre Verbindung zu Hopfen und relevante Cannabissorten.
Indica vs. Sativa — Was ist der echte Unterschied?
Die klassische Unterscheidung Indica/Sativa ist wissenschaftlich überholt. Der wahre Unterschied liegt im Terpenprofil und Cannabinoidverhältnis — nicht in der Pflanzenform.
Der Entourage-Effekt: Wie Cannabinoide und Terpene zusammenwirken
Der Entourage-Effekt beschreibt das Zusammenspiel von Cannabinoiden, Terpenen und Flavonoiden in der Cannabispflanze. Dieser Artikel erklärt die Forschung, den Unterschied zwischen Vollspektrum und Isolat und warum Terpenprofile wichtiger sind als Sortenlabels.
