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Prävention & Jugendschutz

Hilfe finden — Beratungsstellen in Hildesheim und Umgebung

Redaktion BlattWerk e.V.4 min LesezeitAktualisiert: 2026-04-06
Prävention und Beratung

Wer Unterstützung bei problematischem Cannabiskonsum sucht, findet in Hildesheim und Umgebung mehrere Anlaufstellen. Ein Überblick über lokale und überregionale Hilfsangebote.

## Warum dieser Artikel wichtig ist

Prävention bedeutet nicht nur Aufklärung vor dem Konsum – sie bedeutet auch, den Zugang zu Hilfe so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten. Wer das Gefühl hat, dass der eigene Cannabiskonsum problematisch wird, oder wer sich um eine nahestehende Person sorgt, verdient schnelle und unkomplizierte Orientierung. Alle hier genannten Beratungsangebote sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht.

## Lokale Beratungsstellen in Hildesheim

### DROBS Hildesheim (Drogenberatungsstelle)

Die DROBS ist die zentrale Anlaufstelle für Suchtberatung in Hildesheim. Sie bietet kostenlose und vertrauliche Beratung für Betroffene, Angehörige und Interessierte – unabhängig von der konsumierten Substanz. Das Angebot umfasst Einzelberatung, Gruppenangebote, Krisenintervention und Vermittlung in weiterführende Behandlung. Eine vorherige Terminvereinbarung ist empfehlenswert, aber auch offene Sprechstunden sind verfügbar.

### Caritas Suchtberatung Hildesheim

Die Suchtberatung des Caritasverbands für Stadt und Landkreis Hildesheim bietet ebenfalls kostenlose Beratung für Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige. Das konfessionelle Angebot steht ausdrücklich allen Menschen offen, unabhängig von Religionszugehörigkeit. Die Caritas bietet neben Einzelgesprächen auch ambulante Rehabilitation und Nachsorge an.

### Diakonie Hildesheim — Sucht- und Sozialberatung

Die diakonische Sucht- und Sozialberatung ergänzt das lokale Angebot mit einem Schwerpunkt auf sozialer Integration. Neben der klassischen Suchtberatung umfasst das Angebot Unterstützung bei sozialen Problemlagen, die häufig mit Suchterkrankungen einhergehen – etwa bei Wohnungs- oder Arbeitsproblemen.

## Überregionale Hilfsangebote

### BZgA-Telefonberatung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreibt eine kostenlose und anonyme Telefonberatung unter der Nummer 0800 135 3771 (Montag bis Donnerstag 10–22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10–18 Uhr). Die Beraterinnen und Berater sind speziell für Suchtfragen geschult und können an lokale Hilfsstellen weitervermitteln.

### Telefonseelsorge

In akuten Krisensituationen – auch nachts und am Wochenende – ist die Telefonseelsorge erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Der Dienst ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr verfügbar.

### Online-Beratung: quit-the-shit.net

Das Online-Programm quit-the-shit.net der BZgA richtet sich speziell an Cannabiskonsumenten, die ihren Konsum reduzieren oder beenden möchten. Das Programm bietet ein Konsumtagebuch, persönliche Online-Beratung und Informationsmaterialien.

### drugcom.de

Das Informationsportal drugcom.de der BZgA bietet umfangreiche, wissenschaftlich fundierte Informationen zu Cannabis und anderen Substanzen sowie Selbsttests zur Einschätzung des eigenen Konsumverhaltens.

## BlattWerk e. V. — Interne Unterstützung

Als Cannabis Social Club hat BlattWerk e. V. gemäß den Anforderungen des KCanG eine Suchtpräventionsbeauftragte benannt: Jennifer Trebbin steht allen Mitgliedern als vertrauliche Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie kann bei Fragen zum eigenen Konsumverhalten beraten, Warnsignale gemeinsam einordnen und an geeignete professionelle Stellen weiterverweisen. Die Kontaktaufnahme ist über die Vereinskommunikation oder direkt über die auf der Seite Suchtprävention genannten Wege möglich.

## Der erste Schritt

Der schwierigste Schritt ist oft der erste. Es erfordert Mut, sich einzugestehen, dass Unterstützung hilfreich sein könnte. Wichtig zu wissen: Suchtberatung ist keine Verurteilung. Sie ist ein Angebot, das eigene Konsumverhalten in einem geschützten Rahmen zu reflektieren – ohne Druck, ohne Vorwürfe und ohne Meldung an Behörden.

Über diesen Artikel

Verfasst und geprüft von der Redaktion BlattWerk e.V. — lizenzierte Anbauvereinigung in Hildesheim. Unsere Artikel basieren auf dem aktuellen Stand der Gesetzgebung, wissenschaftlichen Publikationen und unserer praktischen Erfahrung als Cannabis Social Club.

Zuletzt aktualisiert: 2026-04-06 · Hast du einen Fehler gefunden oder fehlt etwas? Sag uns Bescheid

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